Leipzig Auswärts

Liebe Unioner,

bereits in wenigen Tagen starten wir und die Mannschaft in die Rückrunde und uns erwartet zum Auftakt erneut das ungeliebte Konstrukt aus Leipzig. Wie schon zu unserem ersten Bundesligaspiel, kann es auch diesmal nur bedeuten, dieses Spiel als kein normales anzusehen und weiterhin Haltung zu bewahren! Um diesem Spiel den notwendigen Rahmen zu geben, haben sich die Fanclubs des 1. FC Union Berlin e.V. gemeinsam auf folgendes Vorgehen geeinigt:

Da die Möglichkeiten des Protestes im Zentralstadion aufgrund von Zensur begrenzt oder kaum möglich sind, wird zumindest ein Teil dessen bereits 2 Stunden vor dem Spiel beginnen: um 16:30 Uhr wird sich ein Trauermarsch vom Leipziger Hauptbahnhof zum Zentralstadion aufmachen. Hierbei ist es wichtig, dass ALLE IN SCHWARZ erscheinen. Versucht also, egal ob ihr mit dem Auto, Bus, Zug oder was auch immer kommt, diesen Treffpunkt am Leipziger Hauptbahnhof wahrzunehmen! Wenn der Tross das Stadion erreicht, wird jedoch nicht sofort der Gästeblock geentert. Auf Kommando wird es wenige Minuten vor Spielbeginn geschlossen in den Block gehen. Bis dahin wird sich vor den Blockeingängen gesammelt, um so auch ein optisches Zeichen im Stadion zu setzen und Geschlossenheit zu demonstrieren.

Anschließend werden wir, wie gewohnt, auch ein akustisches Zeichen setzen und abermals die ersten 15 Minuten schweigen. Um hiernach einen angemessenen Kontrast erzeugen zu können, sollten alle Unioner einen Schal parat haben, was schließlich auch eine Selbstverständlichkeit ist. Denkt daran: nur mit einem kontinuierlichen und ausdauernden Protest können wir ein ausdrucksstarkes Zeichen setzen. Wir haben als Unioner schon viele Kämpfe bestritten und sicher nicht alle gewonnen. Dabei haben uns aber immer zwei Dinge ausgezeichnet: Geschlossenheit und Haltung. Also lasst uns erneut zusammen ein geschlossenes Zeichen setzen und Haltung bewahren. Für den Fußball, den wir lieben!

Gemeinsam Eisern!

Alt-Unioner
Beverly Boys
Brigade Köpenick 1999
Die Eisernen
Die eisernen Wildsäue
Die Schärfsten
Die üblichen Verdächtigen
East Devils 2001
Eiserne Kirschkolonne
Eiserne Legion Prignitz-Ruppin
Eiserner V.I.R.U.S.
Fliegender Koffer
Fritzen Templin
FSC Känguruh
Gockelz-Spreenhagen
Halle/S
HammerHearts 2004
Komakolonne Ost-Berlin

Kranker Haufen
Ludwigsfelde ’79
olleOmaTours
Olsenbande
Oranienburger Frösche
Sachsenadler
Schluckauf ’82 Karlshorst
Szene Dekadenz
Teen Spirit Köpenick 2006
Torpedo Rot-Weiß
UnbezwingBar
Unioner Königs Wusterhausen
Unioner mit Handicap
Unionläuse Berlin
Wildauer Kickers
Wuhlesyndikat 2002
Ziegenunioner
Zwei-Bier-Fraktion

Union in Düsseldorf

Gegner

Mit der Fortuna erwartete uns zum Abschluss der Hinrunde ein Gegner, mit dem wir in der Vergangenheit schon häufiger, wenig freundschaftlich, die Klingen kreuzten. Von diesen Zeiten ist jedoch nicht mehr viel übrig geblieben, sodass es am heutigen Spieltag beim Reiz des ersten Duells auf Bundesligaebene blieb. Union reiste als Tabellenelfter zum Vorletzten, was die Hoffnung auf Zählbares natürlich nach oben trieb.

Heimauftritt

Die Hintertortribüne legte an diesem Tag ihren besten Auftritt seit Jahren hin. Ordentliche Lautstärke gepaart mit viel Bewegung im aktiven Block, lediglich die Mitmachquote in den restlichen Bereichen der Tribüne und des gesamten Stadions lassen noch Luft nach oben zu.

Optische Elemente

Auf nennenswerte optische Elemente abseits der normalen Schwenker wurde verzichtet.

Spiel

Die erste Halbzeit verschlief Union gefühlt komplett und bekam nur wenig Zugriff auf das Spiel. Folgerichtig ging die Fortuna mit dem ersten Sonntagsschuss 1:0 in Führung. Nach der Halbzeit kam Union besser ins Spiel und erzielte kurz nach der Pause durch Parensen den Ausgleich. Das Spiel war nun offener und Union gefühlt näher dran am Führungstreffer, bis Düsseldorf in der 90. Minute den zweiten Sonntagsschuss raushaute und somit den Sieg perfekt machte.

Sonstiges

Zum Ende der Hinrunde unterstützten uns, wie wir auch schon am Tag zuvor gegen die Hertha, unsere Freunde aus Mönchengladbach. An dieser Stelle einen Dank für die Unterstützung.

Und Niemals Vergessen: Rutscht gut ins neue Jahr hinein.

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Union gegen Hoffenheim

Gegner

Die „englische Woche“” bescherte uns ein Heimspiel gegen die Hopp-Truppe aus Sinsheim. Die Beliebtheit ist in etwa so groß wie ein leeres Bier oder ein Stein im Schuh.

Optische Elemente

Mit diversen Schwenkern und einer ordentlichen Schalparade wurde der Spieltag eröffnet. Dass diese Anstoßzeiten unter der Woche das absolut Letzte sind, wurde mit der „Anstoßzeiten fair gestalten“-Fahne deutlich gemacht.

Stimmung

Ein Fußballspiel, was lange Zeit wie ein 0:0 aussah, endete am Ende mit einer unglücklichen Niederlage unserer Mannschaft. Insgesamt war es ein Abnutzungskampf auf beiden Seiten, bei dem am Ende der Glücklichere der Sieger war.

Stimmung

Die Stimmung wusste heute oft zu gefallen und man kann von einem guten Heimauftritt sprechen. Neben lauten, intensiven Phasen gab es auch kurze ruhige Momente. Gerade nach den Gegentoren wurde aber einfach weiter gemacht, um die Mannschaft nochmal zu motivieren.

Gastauftritt

Knapp 100 aktive von insgesamt vielleicht 800 Gästen probierten Stimmung zu erzeugen, was aber nicht richtig klappte. Selbst der Torjubel war emotional bzw. akustisch eher n gewonnener Zweikampf, so vermeldete die Sektion Toilettengang.

Sonstiges

Auch wir wünschen dem heute von seiner Bande per Spruch in Sektor 4 gegrüßten Olli Kraft und Ausdauer.

Und Niemals Vergessen: Anstoßzeiten fair gestallten!

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Union in Paderborn

Gegner

Paderborn, Schnarch. Mit etwa 150.000 Einwohnern gilt Paderborn als Großstadt. Tatsächlich war das Spiel heute ein Ostderby, Ostwestfalen gegen Ostberlin.

Stimmung

Auf Heimseite wurden traditionell keine Bäume ausgerissen. Eine gewisse Entwicklung war trotzdem erkennbar, das sollte man zugeben. Im Gästesektor gab es heute Standardware, nicht der Rede wert.

Spiel

Da war mehr drin, aber auch weniger. In einer Abstiegssaison wäre der Punkt sicher noch verschenkt worden. Ingvartsen schoss mit ’nem Pfund zum 1:0 ein, Paderborn glich durch Kai Pröger noch in Hälfte Eins aus. Bisher sichere Unioner wurden nun nachlässig, brachten den Punkt jedoch durchs Spiel.

Sonstiges

Zur zweiten Hälfte wechselte unsere Zauni zur Erinnerung an einen natürlich so oder so unvergessenen Freund aus Gladbach in den Gedenkmodus.

Und Niemals Vergessen: RIP Dominik

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Union gegen Köln

Gegner

Der 14. Spieltag brachte uns die Karnevalstruppe aus Köln in die Festung Alte Försterei. Der Mitaufsteiger ist bereits mit dem dritten Trainer in dieser Saison unterwegs. Köln mitten im Abstiegskampf und wir dagegen im Mittelfeld unterwegs.

Optische Elemente

Schwenker und eine Schalparade eröffneten das Spiel auf der Waldseite.

Stimmung

Die Stimmung war heute sehr durchwachsen, eine buchstäbliche Berg- und Talfahrt. Für Unions neuen Mann auf dem Podest ein eher schwieriger Start als möglicher Vorsänger der nächsten Jahre. Unsere Unterstützung hat er sicher und auch unsere Geduld, um mit der Zeit in diese Position hineinzuwachsen. Lasst uns die letzten Spiele des Jahr noch zelebrieren und die AF wieder beben lassen!

Spiel

Nachdem wir auf Schalke nur knapp den Punkt verpasst haben, war es heute ein sehr offenes Spiel mit einigen Chancen auf beiden Seiten. Viele individuelle Fehler der Kölner führten dann aber dazu, dass Union verdient mit 2:0 siegte. Stark Männer. Platz 10. Wie geil ist das denn??? 4. Heimsieg in Folge.

Gastauftritt

Zu den Gästen kann man kaum noch etwas sagen. Ein unkoordiniert wirkendes Intro mit ein paar Rauchtöpfen? Ist der Rest am Eingang vergessen worden? Lediglich die weißen Shirts im Gästeblock fielen auf. Die Goldene Himbeere zur Hinrunde geht definitiv an Köln, womit man nicht gerechnet hätte. Die drei Fackeln in der 86. Minute bleiben auch noch ein Rätsel und waren womöglich für ein Tor gedacht? Hat Köln heute vielleicht alles auf Erlebnisorientierung gesetzt? Eine größere Anzahl von Kleinbussen im Berliner Umland, fußläufig zur S-Bahn, erübrigen die Frage im Grunde.

Sonstiges
Union braucht keinen Karneval, Unioner feiern überall!

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Union auf Schalke

Gegner

Spieltag 13 führte uns an einem Freitag in die Stadt der 1000 Feuer, auch bekannt als Gelsenkirchen. Benannt ist der FC Schalke 04 jedoch nach einem Bezirk Gelsenkirchens, der wohl noch bekannter sein dürfte, als die Stadt selbst. Logischerweise endete unsere Anreise zur Arena also in welchem Stadtbezirk? Richtig, Erle!

Stimmung

Etwa 5.000 Unioner waren im Gästesektor dabei, was für einen Freitag schon sehr ordentlich war. Die machten auch ab und an ganz ordentlich Rabatz. Schalke hinterließ akustisch ebenso einen guten, zeitweise hervorragenden Eindruck bei uns.

Optische Elemente

Die Heimkurve eröffnete das Einlaufen der Teams mit einer dezenten Blockfahne, die mit etwas Rauch und Blinkern garniert wurde. Bei uns gab es dieses Mal ein paar große Schwenker und die große „Ultras Union“-Zauni über Plexiglas, die in Verbindung mit der „Eisern Union“-Fahne im Oberrang ein ganz stimmiges Bild ergab.

Spiel

In der ersten Hälfte war Union bärenstark, geriet jedoch trotzdem in Rückstand und musste sich wohl deshalb einen Elfer erschummeln. Möglich ist das natürlich nur dank des zahnlosen Tigers Videoschiedsrichter. In Hälfte Zwei war Schalke besser und gewann daher knapp aber nicht unverdient durch ein Tor in der Schlussphase, dass aus einem Fehler von Subotic resultierte.

Sonstiges

Was am Einlass rund um den Ordnungsdienst passierte, grenzte oft an sexuelle Belästigung, erfüllte hin und wieder den Vorwurf der Nötigung auch voll und ganz und das alles vor den Augen der Polizei. Auch wenn man das Verwechseln eines Penis in der Hose mit einer Fackel als Kompliment auslegen könnte, so bleibt es doch eine klare Grenzüberschreitung. Womit hat man bei diesem Spiel eigentlich gerechnet? Schämt euch!

Und Niemals Vergessen: Eisern Union!

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Union gegen Mönchengladbach

Gegner

Zum 12. Spieltag gab sich Borussia Mönchengladbach von 1900 als derzeitiger Spitzenreiter die Ehre an der Alten Försterei, womit man heute von einem astreinen Preußenderby sprechen konnte. Die Tabellenführung des neunzehntgrößten Vereins weltweit würde heute nicht in Gefahr geraten, soviel war den Jungs vom Niederrhein klar und mit voller Punkteausbeute aus den letzten drei Ligaspielen dürfte das Selbstvertrauen auch beim Team von Gladbach recht groß gewesen sein.

Gastauftritt

Besonders auffällig war der sehr ordentliche bzw. gut aufgeteilte und im Grunde permanente Schwenkereinsatz im Sektor 5. Auch von Seiten der Gladbacher wurde ‚Vossi‘ per Spruchband plus Portrait am Rande anständig aus dem Dienst entlassen.

Optische Elemente

Eine Zettelchoreo als Intro auf der Waldseite und eine mehrteilige Choreo auf Folie von den Gladbachern eröffneten das Spiel. Thematisch traf der Gästeblock besonders im letzten Teil auch unseren Geschmack. Garniert wurde das plakative Gesamtbild mit ein paar Einheiten schwarz-weißem Rauch.

Spiel

Mannometer Unioner, gewöhnt euch da sicherheitshalber bloß nicht dran! Alt-Unioner reiben sich ungläubig die Augen und verlangen medikamentös neu eingestellt zu werden, weil Union in Liga Eins spielt wie ein verdammter Erstligist, herrlich. Ujah in der 15. Minute und Andersson kurz nach Beginn der Nachspielzeit bescherten uns einen zumindest absolut nicht unverdienten Sieg, womit wir uns im Mittelfeld der Tabelle festsetzen. Mittelfeld der Tabelle? Berlins Nummer 1!

Stimmung

Supporttechnisch Union heute mit einem recht stabilen Tag. Das lag bestimmt auch am finalen Tag auf dem Podest für unseren akustischen Vorturner der letzten 13 Jahre. Ein emotionaler Abschied, wie er ihn sich gewünscht haben wird hatte seinen Schlusspunkt würdig mit der Mannschaft auf dem Platz und den Tränen in den Augen. Wir sehn uns am Tresen, lieber Fabi.

Sonstiges

Sowohl vor, als auch nach dem Spiel verbrachten wir die Zeit mit der früh angereisten Szene aus Gladbach und zelebrierten unser Beisamensein an zwei verschiedenen Orten in Köpenick, was am Tag danach vieler Orts zu morgendlichen Ausfallerscheinungen führte. Fetten Dank für die 3 Punkte Gastgeschenk, wir brauchten sie eh mehr als ihr.

Und Niemals Vergessen: Auf Schalke alle geschlossen in Rot.

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