
Die Choreo gegen den Karlsruher SC in der letzten Saison hat uns viel Lob eingebracht und das galt es als Gradmesser für die heutige Choreo zu nehmen. Bevor das Ergebnis jedoch das Licht der Welt erblicken konnte, schrieb unser Verein mal wieder ein unfreiwillig komisches Kapitel, was ihn in den Augen einiger Leute so niedlich und tollpatschig erscheinen lässt. Gemeint ist der Zeitraum ab dem Moment, wo der Schiedsrichter vollkommen zu Recht feststellte, dass der Strafraum an den Außenlinien zu klein ist und nun ein spontaner Kraftakt nötig war, um Abhilfe zu leisten. Auf einmal geisterte das Wort "Spielabbruch" durch die Försterei. Glücklicherweise konnten die Linien noch rechtzeitig gezogen werden und wir konnten zum Einlaufen der Mannschaften den Block via Pappen in Rot und Weiß erstrahlen lassen. Am Zaun prangte zudem ein von der Gestaltung her simples Spruchband mit der Aufschrift "Schulter an Schulter für Eisern Union". Zeitgleich wurden an der Dachkonstruktion 5 Personen hoch gezogen, deren einzige Gemeinsamkeit augenscheinlich das Rot in ihrem Schal beziehungsweise Spielertrikot darstellt. Die Fünf zeigten Unioner aller Couleur von Ultrà, Kutte, Spieler, Mutter mit Kind bis hin zum, sagen wir mal, ehemaligen Sportler, der dank der doch ziemlich schwierig zu ordnenden Grauton-Varianten ein kleines Bäuchlein verpasst bekam. Ein Gesamtbild, das vor allem durch seinen hohen Detailgrad überzeugen wollte und hoffentlich auch konnte, insofern können wir uns an dieser Stelle nur bei allen helfenden Händen bedanken.
Als man noch dabei war die Choreo zu verstauen, musste man mit Schrecken feststellen, dass die tabellarisch abgeschlagenen Armienen tatsächlich in Führung gegangen waren. Union überwand diesen ersten Schock jedoch schnell und Savran konnte keine 10 Minuten später wieder ausgleichen. Leider überzeugte Unions Hintermannschaft an diesem Tage nicht sonderlich, sodass die Gäste abermals in Führung gehen konnten. Mitte der zweiten Halbzeit konnte unsere Mannschaft, mittlerweile nur noch zu 10 auf dem Platz, abermals den Ausgleich erzielen, ehe man die Partie mit schlussendlich nur noch 9 Mann über die Zeit rettete. Schade, es wäre mehr gegen eine schwache Bielefelder Mannschaft möglich gewesen, leider ließ der Schiedsrichter nicht mehr zu. Das sonstige Treiben auf den Rängen ist dieses Mal schnell erzählt. Bielefeld protestierte still im Gästeblock gegen die Leistung ihrer Mannschaft in dieser Saison und auch unser Support stellte am heutigen Tag eine komische Mischung da. War man in der ersten Viertelstunde noch extrem laut, regte man sich folgend nur noch über den Schiedsrichter auf, sodass ein koordinierter Support durch die Vorsänger an diesem Tag kaum möglich war, jedoch wurde einiges an emotionalen Schlachtrufen und Kurzzeit Wutreden durch das Stadion geschmetterten. Unterlegt wurde dies durch das übermotivierte und beschleunigte bewegen von Auffangbehältern in Richtung Fairnessward . Was von diesem Tag übrig bleibt, ist eine nette Kurzgeschichte vom 1. FC Uups is ja zu kleen, ein Schiedsrichter auf Kreisklassen Niveau und eine Choreographie, die unsere Unionfamilie hoffentlich in der Gesamtheit angesprochen hat.
Auf diesem Wege wünschen wir ein entspanntes spielfreies Wochenende und bereiten uns schon mal drauf vor mit einer geschwächten Mannschaft 3 Punkte in Oberhausen zu erringen.
» Zu den Fotos


