01.09.2018 @ 13.12Uhr
In den vergangenen Wochen nahm unsere Gruppe diverse Kritik wahr, welche uns leider nur viel zu selten auf persönlichem Wege und stattdessen über diverse Foren oder per E-Mail erreichte. An dieser Stelle wollen wir erst einmal allen danken, die den Weg zu uns gefunden haben, um den Dialog zu suchen, müssen uns jedoch auch selbst in gewisser Weise ankreiden, nicht von Beginn an offensiver mit dieser Thematik umgegangen zu sein und wollen dies an dieser Stelle, mit dem klaren Angebot zum PERSÖNLICHEN Dialog, nachholen. Zwar wussten wir, dass es Gesprächsbedarf geben wird, waren uns jedoch nicht ansatzweise im Klaren darüber, wie stark das Interesse der Uniongemeinde an diesem Thema ist, haben diesen Schritt ausschließlich mit dem weiteren Ultrakreis besprochen und müssen uns an dieser Stelle hinterfragen, ob dies ausreichend war.

Grund der Kritik ist die Zaunfahne der Ultragruppe Sottocultura aus Mönchengladbach, die erstmals beim Auswärtsspiel in Köln über unserer Fahne hing und zwei Wochen später auch beim Heimspiel gegen St.Pauli auf der Waldseite zu sehen war.
Der, meist im WWW verbreitete, intensivste Kritikpunkt war, dass man allen Unionern, die hinter dem Zaun stehen, nun eine Fanfreundschaft aufzuzwingen scheint und man sich somit als Gruppe über die Gemeinschaft stellen würde. Eine Sache, die Union nicht steht. Jeder soll gleich behandelt werden und niemand sollte sich höhere Rechte herausnehmen als die Allgemeinheit. Wir können diesen Punkt der Kritik verstehen, müssen an dieser Stelle jedoch klarstellen, dass wir keine Fanfreundschaft beider Vereine anstreben und uns auch nicht das Recht herausnehmen, dies umsetzen zu dürfen. Vielmehr handelt es sich um eine Gruppenfreundschaft, welche eine zeitlich nicht unbedeutende Vorgeschichte hat. Die ersten Kontakte, allein auf Ultraebene, gab es im Rahmen des Auswärtsspiels in Düsseldorf am 18.04.2009, welche in den Folgejahren immer stärker intensiviert wurden. Enge persönliche Freundschaften entwickelten sich und man kann seit mittlerweile fünf Jahren nicht mehr nur von freundschaftlichen Kontakten sprechen. Wir haben uns als Gruppe dazu entschlossen, diese Freundschaft nun auch so zu nennen und auch optisch dazu zu stehen, können jedoch versichern, dass es an einem Zaun des 1.FC Union Berlin keine Raute oder sonstige vereinsfremde Symboliken geben wird. Es handelt sich hierbei vielmehr um eine Gruppenfahne, für die wir - bei Besuch - einen kleinen Teil unseres HammerHearts-Zaunfahnenplatzes zur Verfügung stellen. Eine Fahne einer Gruppe, aus der bereits mehrere Mitglieder auch Mitglied der Szene Köpenick sind und mit denen wir am Rande unserer Subkultur schon einige Aufgaben gemeinsam meistern konnten. Des Weiteren wurde in Gesprächen darum gebeten, bei der Auswahl der Fahne auf Neutralität zu achten, um unseren Zaun nicht vereinsfremd aussehen zu lassen. Dies wird in Zukunft so umgesetzt und war, wie man auf den Fotos sehen kann, auch bisher der Fall. Weiterhin befinden wir uns in einem Prozess der Selbstreflektion, was das Tragen von vereinsfremdem Merchandise betrifft und so gibt es - vor allem auch an Heartsmitglieder - die klare Vorgabe, bei Union auch Unionklamotten zu tragen, selbst wenn bei dem einen oder anderen mittlerweile zwei Herzen in der Brust schlagen. Alles auf Rot ist weiterhin ein Leitspruch, den wir leben und dem wir uns unterordnen. Jedes unserer Mitglieder ist in erster Linie Unioner und hat seinen Lebensmittelpunkt in und um diesen, unseren, Verein.
Als weiteren zu kritisierenden Punkt haben wir eine angeblich rechtsoffene Meinung der Gruppe erkannt und können diese Anschuldigung nur entschieden zurückweisen. Sottocultura selbst hat dazu im Januar 2015 eine recht ausführliche und teilweise auch selbstkritische Stellungnahme verfasst, die wir jedem Kritiker nur ans Herz legen können. Uns sind die Mitglieder dieser kritisierten Gruppe als sehr reflektierte und weltoffene Menschen bekannt, die, genauso wie wir, sehr viel Engagement im Umfeld ihres Vereins und ihrer Region an den Tag legen. Eine Freundschaft zu einer rechts orientierten Gruppe hätte für uns nicht zur Debatte gestanden, sprechen auch wir uns doch klar gegen jeglichen Rassismus in unserem Verein und dessen Umfeld aus.

Wir sind uns der Tatsache bewusst, dass aktuell noch nicht alle Ängste oder Sorgen in dieser schwierigen Angelegenheit ausgeräumt sein können und möchten, wie eingangs erwähnt, noch einmal darauf hinweisen, dass wir offen für Gespräche und Anregungen sind und auch, dass wir selbst früher in Kontakt mit der Fanszene hätten treten müssen. Es ist uns wichtig, dass wir als diese vielbeschworene große Familie zusammenhalten und an einem Strang ziehen. Also sprecht uns an, geht mit uns in den Dialog und lasst uns auch in Zukunft in dieselbe Richtung gehen.

Sollten wir erkennen, dass bestimmte Dinge in Einzelgesprächen nicht ausreichend zu diskutieren sind, behalten wir uns vor, zeitnah zu einer größeren Gesprächsrunde einzuladen, an der dann gegebenenfalls auch ein oder zwei Mitglieder von Sottocultura teilnehmen.


Und niemals vergessen…

… Eisern Union!
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