21.08.2018 @ 13.12Uhr
Erster Spieltag der Saison. Nach der verkorksten letzten Saison, vielen Ab- und Zugängen, ist die neue Saison für alle noch eine Wundertüte. Was kann die Mannschaft in einer Liga mit Köln und Hamburg erreichen? Irgendwie stand der Saisonstart unter keinem guten Stern. Sommerpause? Fehlanzeige! In der Sommerpause erreichte unsere Szene die Nachricht, dass einer der Unseren viel zu früh und unter tragischen Umständen in Indonesien bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam. Als wenn dieser Tod nicht schon schwer genug wiegen würde, mussten wir das Leid, welches seine Familie mit seinem Tod traf, hilflos mit ansehen. Was soll man in solch einer Situation machen? Was soll man sagen? Darauf gibt es keine Antwort. Wir entschieden uns als Szene, neben Angeboten für die Familie das zu tun, was wir als einziges selbst in die Hand nehmen konnten und das war, die entstandenen Kosten zu decken. Eine unglaubliche Welle der Solidarität erreichte unsere Szene und somit konnte man nach kurzer Zeit feststellen, dass der Familie von Maurice wenigstens die finanzielle Last abgenommen werden konnte. Am heutigen Tag sollte dann auch der emotionale Abschied von Maurice in seinem zweiten Wohnzimmer erfolgen. Zur Halbzeitpause prangte ein großes, in schwarz gehaltenes Spruchband „Einmal Unioner – immer Unioner! Ruhe in Frieden Maurice!“, dahinter erleuchtete eine einzelne Fackel die Waldseite, gehalten von einer ihm sehr nahe stehenden Person. Ein Moment voller Emotionen.

Mit diesem Hintergrund über den Rest des Spieltages zu sprechen, fällt schwer. Die Szene traf sich heute etwas früher, um mittels eines spontanen Fahrradkorsos zur Falle zu fahren. Außerdem beschäftigten noch zwei andere Themen unsere Gruppe an diesem Tag. So konnten wir einen unserer Brüder wieder im Stadion begrüßen. Einem weiteren Bruder blieb dies „dank“ Aufenthaltsverbotsverfügung versagt. Unsere Meinung dazu: „Aufenthaltsverbotsverfügung? Nur für Cops!“ Ein Dank geht an die Sek. SV für die Solidarität mit unserem Mann.

Das erste Saisonspiel machte einen bzgl. der Anfangsfragen nicht wirklich schlauer. Der Sieg war verdient, hätte aber auch leicht anders ausfallen können. Wirklich zwingend wurden beide Mannschaften nur jeweils einmal und am Ende brauchte es eine Standardsituation, um per sehenswertem Freistoß den Siegtreffer zu erzielen. Egal, Mund abputzen und weitermachen.

Aufgrund der Begleitumstände war der Support der Heimtribünen mit Sicherheit okay, aber auch noch mit viel Luft nach oben. Die Gäste überzeugten mit ihrer Anzahl, dem guten Zaun, dem geschlossenen weißen Erscheinungsbild und dem kleinen Rauchintro zur zweiten Halbzeit. Warum jedoch nur die Optik stimmte und die Akustik sowie die Mitmachquote absolut enttäuschten, bleibt wohl ein Geheimnis.

Ein emotionaler Spieltag ging somit zu Ende, ein Dank gilt noch unseren Freunden vom Niederrhein für ihren Besuch und die letzten Worten gebühren Maurice: „...Wir waren nie alle gleich. Doch durch dich waren und sind wir alle miteinander verbunden. Du gabst mir einen Platz, als niemand mich wollte. Du gabst mir Halt, als ich drohte zu fallen. Du hieltst mich hier, als ich gehen wollte. All die Zeit, die ich für dich gab, gab ich aus Liebe. Es tut mir Leid, als ich fern blieb, mein Herz schmerzte. Heute weiß ich es war falsch. Doch ich bin mir sicher, Du verzeihst mir. Denn Sachen, die Du liebst, kommen immer zu dir zurück, wie ein Bumerang...“.

In diesem Sinne:

Einmal Unioner – immer Unioner!
Ruhe in Frieden, Maurice!






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