07.11.2017 @ 13.12Uhr
Zweite Runde des DFB-Pokals, da werden Erinnerung an die letzte Saison wach. Mit 3 Sonderzügen ging es nach Dortmund, wo man der größten Kurve Deutschlands mehr als nur Parole geboten hat. Ein Jahr später stand uns nun mit Leverkusen wieder ein Erstligist in der Fremde gegenüber. Als Gegner mit Sicherheit nicht ganz so attraktiv wie der BVB zuvor, dennoch zog es 3000-4000 Unioner unter der Woche in die Pharamstadt. Unsere Gruppe reiste hauptsächlich mit dem vom Eisernen Virus bereitgestellten Sonderzug an. Nach kurzem Marsch ging es in Begleitung von ungewöhnlich entspannten Cops zum Stadion. Dort postierte sich der aktive Teil unserer Szene unten am Zaun. Während die Heimkurve ihre Hymne in einer Liveversiom zu hören bekam, zeigte der Gästeblock erstmals das Potential, das heute in ihm steckte. Konträr zum Geschehen auf dem Spielfeld gaben wir in der ersten Halbzeit deutlich den Ton an. Die Leverkusener Heimkurve war, wenn überhaupt, nur als Hintergrundgeräusch zu hören. Auf dem Platz das Gegenteil der Fall. Leverkusen deutlich ballsicherer und mit schnellem Umschaltspiel. Unsere Jungs hingegen sehr motiviert und mit einer guten Körpersprache, aber zwingend wurde es nur selten. Daher ging das 1:0 auch in Ordnung zur Halbzeit.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit hätte man eventuell eine schöne Choreo von den TSK-Jungs sehen können, leider hatten die Verantwortlichen etwas dagegen. Ganz ohne Intro, ging es dann aber auch nicht und somit wurden unter dem Motto "Euer Brandschutz geht in Flammen auf" bengalische Fackeln gezündet. Als wenn die Mannschaft es geahnt hätte, lieferte sie mit dem 1:1 wenige Sekunden nach Wiederanpfiff auch einen weiteren Grund für diese optische Aktion.

Auf dem Spielfeld Union nun deutlich tonangebend und Leverkusen wurde immer passiver. Keine Spur mehr von Klassenunterschied. Jedoch fiel dann aus dem Nichts das 2:1 für die Heimmannschaft. Unsere Jungs steckten dennoch nicht auf, es reichte aber nur noch zu 2 hochkarätigen Chancen, welche nicht genutzt werden konnten. Mit dem unberechtigten Elfmetergegentreffer eine Minuten vor dem Ende war die Messe dann gelesen. Das 4:1 interessierte dann schon niemanden mehr. Auf den Rängen wandelte sich das Bild ebenfalls etwas. Die Heimkurve jetzt doch deutlich aktiver und lautstärker. Der Gästeblock auch weiterhin gut aufgelegt. Getrübt wurde die Stimmung durch den Verlust der W./Dosse Fahne. Diese wurde wohl, mehr als nur naiv, im Heimbereich aufgehangen und fand später den Weg über die Ultras Leverkusen-Fahne. Glücklicherweise konnten auch die Jäger und Sammler unserer Szene Erfolge feiern und somit konnte man mit der Nemeische Löwen Leverkusen-Fahne „kontern“. Nach dem Spiel zeigte sich der Heimanhang noch motiviert und griff mehrere Kleingruppen von Unionern an, an den Sonderzughaufen war aber anscheinend kein Rankommen. Einige Kleingruppen konnten vertrieben werden, aber nicht alle Unioner hatten wohl das Glück, Leute der aktiven Fanszene in ihrer Nähe zu haben. Insgesamt ein guter Auftritt der Laune gemacht hat. Der Pokal ist für diese Saison zwar vorbei, aber die Erkenntnis bleibt, dass der Abstand nach oben deutlich kleiner geworden ist.

In diesem Sinne: Eisern Union!







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